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© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
ETN-Kastrationskampagne im Oktober 2014
BERICHT über die Kastrationskampagne vom 06.10.2014 bis zum 02.11.2014 Nachdem die Kastrationskampagne des ETN e.V. im vergangenen Jahr auf Gran Canaria so erfolgreich war, durften wir auch diesen Oktober wieder eine solche Aktion organisieren und auf die Hilfe des ETN zählen. Dieses Mal wurden uns für die Kampagne sogar drei Tierärzte des ETN für ganze drei Wochen zur Verfügung gestellt. Die Tierärzte des ETN wurden dazu noch maßgeblich von unserer kanarischen Tierärztin Syra Roiz unterstützt.
Die verwilderten Katzen auf der Insel waren in diesem Sommer schon zum Gesprächsthema bei mehreren Institutionen geworden. Schon seit längerer Zeit wurde sich intensiv um die Probleme der Katzenpopulationen auf der Insel gekümmert und beraten. Mitte September konnte dann ein Abkommen zwischen verschiedenen Tierschutzorganisationen, der Tierärztekammer von Gran Canaria sowie der Verwaltung von Las Palmas getroffen werden. Sämtliche Katzenkolonien in und um Las Palmas sollten registriert werden. Die Katzen sollten alle eingefangen, dann medizinisch untersucht und kastriert werden und dann an ihrem angestammten Platz wieder freigelassen werden. Im Anschluß daran sollen die Tierschutzvereine oder andere verantwortungsvolle Freiwillige die Versorgung und Betreuung der Katzen übernehmen. Da es grob geschätzt ca. 3000 wildlebende Katzen in dieser Region gibt, kam die Kampagne des ETN gerade richtig und wir haben überlegt, in diesen drei Wochen so viele Katzen der bereits registrierten Kolonien zu kastrieren. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, gab es im Vorfeld mehrere Sitzungen mit den freiwilligen Helfern und den vor Ort verantwortlichen Tierschutzvereinen. Katzenfallen und Transportboxen mussten organisiert werden. Von Arycan selbst konnten wir ca. 50 Transportboxen zur Verfügung stellen, wären aber mit unseren eigenen neun Katzenfallen nicht sehr weit gekommen.
Die Inselregierung hat uns dann 50 weitere Katzenfallen leihweise zur Verfügung gestellt – dafür und natürlich auch für die Erteilung von verschiedenen Genehmigungen möchten wir uns beim Cabildo ausdrücklich bedanken. Damit die Tierärzte jeden Tag „ausgelastet“ werden konnten, mussten jeden Abend und zum Teil auch nachts die Katzen eingefangen werden, die dann am nächsten Tag kastriert werden sollten. 
Da nicht mit 100%-iger Sicherheit davon ausgegangen werden konnte, dass alle Katzen eingefangen werden konnten, gab es immer ein paar Tierschützer aus anderen –bisher noch nicht registrierten - Kolonien die bei freien Kapazitäten einige der fast handzahmen Katzen zur Kastration hätten bringen können. So konnten wir sicherstellen, dass es keine „Leerlauf-zeiten“ gegeben hätte.
Die Freiwilligen brachten die Katzen morgens in die Albergue de Banaderos, die uns freundlicherweise ihre Räume und Gerätschaften ohne Zögern zur Verfügung stellte, wo sie dann von den Tierärzten untersucht und anschließend kastriert wurden.
Selbstverständlich wurden auch andere Blessuren der Vierbeiner behandelt (so wurde z.B. auch ein Tumor entfernt oder eine Hündin mit drei Leistenbrüchen operiert).
Bis zum Abklingen der Narkose blieben alle Tiere natürlich unter Beobachtung der Ärzte und konnten danach von den Freiwilligen wieder abgeholt werden.
Die Ohren der kastrierten Katzen wurden kupiert, damit man sie erkennen kann und nicht bei einer kommenden Aktion noch einmal einfängt. Sämtliche Boxen wurden beschriftet und auch die Katzen wurden mit verschiedenen Bändchen bis zum Aufwachen markiert, damit sichergestellt werden konnte, dass sie nach der Kastration auch wieder in ihr angestammtes Gebiet gebracht werden konnten. Da bei den Operationen eine besondere, die Tiere viel weniger belastende Technik eingesetzt wurde, konnten die Tiere bereits nach kurzer Zeit in ihren Revieren wieder freigelassen werden. Natürlich war diese Aktion auch für die Tierärzte vor Ort ein willkommenes „Seminar“, bei dem sie sich fortbilden und diese Technik erlernen konnten. Diese drei Wochen der Kampagne waren sicher für alle eine anstrengende, aber auch sehr tolle Zeit. Die Zusammenarbeit mit den Tierärzten des ETN, mit den Tierärzten hier auf der Insel, die zwischendurch immer einmal geholfen haben und natürlich mit Syra Roiz, die die ganze Zeit ehrenamtlich mitgearbeitet hat, hat mir sehr viel Freude bereitet – und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen! Unser Dank gilt natürlich zu allererst dem ETN, ohne den solche Aktionen nicht zu realisieren wären. der Albergue Banaderos, ohne deren Räume und Gerätschaften diese Aktion auch nicht machbar gewesen wäre und den Tierärzten der Tierärztekammer von Gran Canaria, die alle erforderlichen Genehmigungen erteilt hat dem Rathaus und dem Gesundheitsamt von Las Palmas für die gute Zusammenarbeit der Inselregierung für das Zurverfügungstellen von 50 Katzenfallen und nicht zuletzt allen freiwilligen Helfern, die sich zum Teil die Nacht um die Ohren geschlagen haben um die Katzen einzufangen, sie gebracht und wieder abgeholt haben und die sich nun in Zukunft auch um die registrierten Kolonien kümmern werden.
Nachfolgend noch zwei Artikel über die Kastrationskampagne, die in der Presse erschienen sind: (bitte auf die Logos klicken)