News News
© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
Übersetzung des Textes der “LA PROVINCIA - DIARIO DE LAS PALMAS”
Unter “http://www.laprovincia.es/las-palmas/2014/10/28/konstantin-antov-castrados-son-molestos/642607.html  ist folgendes zu lesen: Konstantin Antov: „Kastriert stellen sie eine geringere Belästigung für die Anwohner dar.“ L.S.V. 27.10.2014 | 23:53   Tierarzt Konstantin Antov gehört zum mobilen Team des Europäischen Tier- und Naturschutzvereins ETN, das für die Kastration streunender Katzen zuständig ist. Im folgenden Interview erläutert er Sinn und Zweck des mobilen Teams. Welches Ziel wird mit der Arbeit des mobilen Tierärzteteams des ETN verfolgt, das sich derzeit auf der Insel befindet? "In erster Linie geht es darum, bei der Kontrolle der Überbevölkerung der Katzen und der Kolonien behilflich zu sein. Dafür werden die Tiere mit einer Technik kastriert, die es ihnen erlaubt, nach kurzer Zeit wieder auf den Beinen zu sein. In zweiter Linie geht es darum, die Bevölkerung aufzuklären und ihr verständlich zu machen, dass sie die Verantwortung trägt, wenn Tiere ausgesetzt werden. Und in dritter Linie möchten wir den örtlichen Tierärzten die Operationstechnik vorstellen." In welchen europäischen Ländern wird diese Kampagne durchgeführt? "In vielen Ländern. Griechenland, Italien, Rumänien, Portugal, Serbien, Spanien... Hauptsächlich handelt es sich um Mittelmeerländer, in denen das Problem des Aussetzens der Tiere existiert und Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. In Nord- und Mitteleuropa sind die Bürger, was das Aussetzen von Tieren betrifft, aufgeklärter, und sie kennen ihre Verantwortung, wenn sie ein Haustier halten." Wie lange dauert die Kampagne? "Dafür ist kein Zeitraum festgelegt. Wir übernehmen diese Arbeit regelmäßig für den ETN, der uns anstellt, um an konkreten Projekten mitzuwirken, die er selbst mit den Verantwortlichen der Tierheime, Stadtverwaltungen und Vereinen in verschiedenen Orten Europas organisiert." Die Kontrolle der Geburten von Katzen ist eine Frage der öffentlichen Gesundheit, aber welche Vorteile hat das für das Tier? "Die Katzen sind gesünder, weil sie besser ernährt sind. Es gibt weniger streunende Katzen auf der Suche nach demselben Futter. Außerdem übertragen sie weniger ansteckende Krankheiten unter sich. Die Übertragung dieser Krankheiten erfolgt hauptsächlich bei ihren Revier- und Paarungskämpfen. Wenn sie kastriert sind, nimmt diese Aggressivität in erheblichem Maße ab, sowohl bei Hunden als auch bei Katzen. Die betreffende Kolonie ist somit stabiler und ihre Mitglieder leben länger. All das trägt dazu bei, dass sich die Anwohner weniger belästigt fühlen." Wird die Kastration bei Katern oder Katzen angewendet? "Bei beiden mit einer unterschiedlichen Technik. Neu an dieser Technik im Vergleich zur herkömmlichen ist, dass der Eingriff in kürzerer Zeit erfolgt und für die weiblichen Tiere nicht so traumatisch und unkomplizierter ist, was die Nebenwirkungen betrifft. Der Vorteil ist, dass mit einem kleineren Schnitt auch weniger postoperative Probleme auftreten. Nach nur drei Stunden hat sich das Tier perfekt erholt und kann herumspringen und spielen. Die Technik kann nicht von jedem Tierarzt angewendet werden, wobei wir bei unseren Besuchen in anderen Ländern jedoch versuchen, diese vorzustellen. Es ist allerdings viel Praxis erforderlich. Wir sind mit der Methode bestens vertraut, denn wir nehmen pro Jahr durchschnittlich 6.000 Kastrationen vor. Wir sind also gut trainiert. Für unseren Besuch haben wir diesen Zeitraum des Jahres gewählt, weil die Katzen jetzt weder rollig noch tragend sind. So können wir Gebärmutter und Eierstöcke mit dieser Methode leicht entfernen. Durchschnittlich nehmen wir 70 Operationen am Tag vor und kommen so auf über eintausend Tiere."
Zurück zu den News
FÖRDERVEREIN ARYCAN Gran Canaria e.V.