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© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
ETN Zwischenbilanz 3. Quartal 2017
FÖRDERVEREIN ARYCAN Gran Canaria e.V.
Das Kastrationsprojekt ist in vollem Gange. Bis Ende September konnten insgesamt schon über 2700 Tiere auf der Insel im Rahmen der Kooperation mit dem ETN kastriert werden. Hier nur die Patienten des 3. Quartal 2017:
Neben der eigentlichen Operation gibt es natürlich während den Kastrationen auch vieles an Koordination und Organisation zu erledigen. Andrea ist zwar mittlerweile darin „Profi“, aber es ist trotzdem mit jeder Menge Arbeit verbunden: Bei den Hunden gibt es eine interne Kastrationsliste der Auffangstation, in der alle reservierten und adoptierten Hunde (außer Welpen) aufgelistet werden. Arycan arbeitet die Liste täglich ab und versucht die Warteliste so gering wie möglich zu halten, damit die Tiere schnell in ihr neues Zuhause einziehen können. Da Syra hauptsächlich in dem OP-Raum ist, und ihre sterile Kleidung es nicht zulässt in die Zwinger zu gehen, übernimmt Andrea meistens die Arbeit, die entsprechenden Tiere in den Zwingern zu suchen und in den OP zu bringen. Nach einer Untersuchung entscheidet Syra dann, ob das Tier operiert werden kann. Bei kranken Tieren, was leider häufig vorkommt, muss der OP-Plan dann kurzfristig noch geändert werden. Die kranken Tiere müssen wieder an ihren Platz gebracht werden und sollen dann von den Tierärzten der Auffangstation behandelt werden. Die nächsten Tiere der Warteliste können dann nachrücken. Daneben erledigt Andrea diverse Vorbereitungen und übernimmt auch oft die Überwachung der schon operierten Tiere, die dann - wenn sie aufgewacht sind – auf die Krankenstation gebracht werden. Bei Katzen ist das Ganze noch ein bisschen aufwendiger. Im Vorfeld muss schon vielfach Kontakt zu den Verantwortlichen der registrierten Katzenkolonien aufgenommen werden.   Wenn für Montag Katzenkastrationen geplant sind (was am meisten Sinn macht, weil die freiwilligen Helfer zum Einfangen am Wochenende Zeit haben), wird schon samstags viel telefoniert, Material ausgeliehen (zum Beispiel Transportboxen und Fallen) und mit Rat und Tat zur Verfügung gestanden.  Sonntags abends bis nachts wird von den Helfern dann bestätigt, wie viele Katzen eingefangen werden konnten – gegebenenfalls können dann weitere Katzenfreude kontaktiert werden, die dann am nächsten Tag Katzen bringen, falls Kapazität zum Kastrieren vorhanden ist. Während der Aktion selbst wird eine Liste erstellt und jede einzelne Katze regstriert, damit keine Verwechslungen entstehen können. Nachdem die Katzen entgegengenommen wurden, bereitet Syra die Narkosen -Spritzen vor und betäubt die ersten Katzen. Die „schlafenden“ Katzen zu versorgen, d.h., die OP-Stelle zu rasieren, zu reinigen und desinfizieren, Medikamente zu spritzen, das linke Ohr zu markieren und das Tier in den OP-Raum zu tragen, ist auch eine der vielen Aufgaben, die Andrea als „Assistentin“ zu erledigen hat. . Nachdem alle Katzen kastriert sind, werden die Verantwortlichen der Kolonien benachrichtigt, dass sie ihre Tiere wieder abholen können. Egal ob Katzen oder Hunde – nach den OPs, beginnen dann bereits die Vorbereitungen für den nächsten Tag: die Räume werden gründlich gereinigt, das OP-Besteck sterilisiert, das OP-Material und alles andere für den nächsten Tag vorbereitet. Natürlich ist eine solche Zahl an Kastrationen nicht von Syra und Andrea allein zu stemmen. Zum Glück konnte Oihane als Halbtagskraft eingestellt werden und das Arycan-Team so hervorragend ergänzen. Und wie so oft, waren natürlich auch im 3. Quartal 2017 wieder einige Helfer und Studenten vor Ort :o)
An einem Tag wurden z.B. jede Menge Helfer zusammengetrommelt, um eine Aktion zu starten und viele Katzen im Gehege der Auffangstation zu kastrieren.
Syra und Oihane haben sich auch einige Verbesserung für die Arbeitsabläufe und auch für die Tiere einfallen lassen. So z.B. auch den „Augenschutz“ für die empfindlichen Katzenaugen.
Im kürzlich erschienen Magazin des ETN wurde auch wieder über Arycan berichtet :o)
Da die Finanzierung von Oihane´s Gehalt leider durch Arycan nicht mehr längerfristig gesichert werden kann, ist es derzeit ein wenig unklar, inwieweit das Kastrationsprojekt weiter ausgebaut werden kann. Ohne weitere Hilfe wird es Syra und Andrea nicht möglich sein, alle Tiere, die kastriert werden können und sollen, zu versorgen – da muss noch mehr Unterstützung her. Andrea setzt auf der Insel alle Hebel in Bewegung um eine Lösung zu finden, wie wir langfristig noch mehr Tieren helfen können. Und sie wird bestimmt eine finden ;o) (Oktober 2017)