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© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
Zwischenbilanz Ende Januar 2016
Die ersten vier Monate der Zusammenarbeit mit dem ETN sind fast vorbei. Zeit, einmal eine „Zwischenbilanz“ zu ziehen…
Seit Oktober wird dieser Raum jetzt intensiv genutzt. Insgesamt konnten bis Ende Januar 377 Tiere (279 Hunde und 98 Katzen) kastriert werden! Fast 100 Tiere pro Monat ist einfach eine großartige Leistung von Syra. Aber das ist ja nicht alles, was sie tut – neben ihrer regulären Arbeitszeit checkt sie Tiere, behandelt Notfälle und ist eigentlich immer da, wenn Not am Mann ist. Dafür können wir ihr gar nicht genug danken! Natürlich braucht sie Unterstützung – das meiste geht einfacher von der Hand, wenn man jemanden hat, der mal hier und da mit anfasst!
Hier auch ein riesen Dank an Andrea, die natürlich sehr oft mit im Tierheim ist und an all diejenigen, die immer wieder einen Teil ihrer Freizeit opfern und Syra zur Hand gehen.
So z.B. auch Syras Schwester und ihr Schwager, die oft beim Aufräumen und Sauermachen helfen. Nicht von allen kastrierten Tieren gibt es Fotos, aber Syra „verwöhnt“ uns schon sehr mit Bildern…
Aber nicht nur die Zahl der kastrierten Tiere ist großartig! Was uns auch ganz besonders freut ist, dass durch dieses Projekt Aufmerksamkeit für die Problematik der unkontrollierten Fortpflanzung auch auf der Insel entsteht. Wie wir bereits in den News berichtet haben, nehmen mittlerweile Studenten mit ihrer Professorin an manchen Tagen an diesem Kastrationsprojekt teil. Die Professorin für Veterinärmedizin mit der Fachrichtung Anästhesie an der Universität von Las Palmas ist ein gute Bekannte von Syra.   Da Syra während der vergangenen Kastrationsaktionen mit dem ETN verschiedene Kastrationsmethoden hat kennen- und erlernen können, kann sie diese nun auf diese Art gut weitergeben. Gleichzeitig werden die Studenten dabei auch für das Thema Tierschutz und Kastrationen sensibilisiert!
Für die Tiere gibt es natürlich auch Vorteile. Sie werden noch gründlicher gecheckt, vor jeder OP wird ihnen z. B. Blut abgenommen, was dann auch untersucht wird. Und während der OP ist dazu dann noch eine Professorin für Anästhesie für die Narkose zuständig! Selbst operieren dürfen die Studenten natürlich noch nicht, aber sie helfen z.B. auch bei der Vor- und Nachbehandlung.
Auch wenn es natürlich für Syra ein wenig mehr Aufwand ist, die Methoden zu erklären und so für die einzelne Kastration ein bisschen mehr Zeit gebraucht wird, denken wir, dass diese „Vorlesungen im Arycan-OP“ doch auch eine Investition in die Zukunft sind, denn die Studenten werden ihre Erfahrungen und ihr Wissen in den nächsten Jahren verwenden und im besten Fall ebenso weitergegeben wie Syra das jetzt tut. Aber nicht nur Studenten sind an den Techniken interessiert, die Syra von den ETN-Tierärzten erlernen durfte. Auch einige Kollegen auf der Insel schauen gerne mal vorbei um die neuen Techniken besser kennenlernen!
Hier hat Syra z.B. die Technik des ETN an einigen Katzen vorgeführt. Ihre Zuhörer waren wirklich sehr interessiert und haben sie tatkräftig unterstützt!   So was ist natürlich doppelt toll – Syra hat fachkundige Hilfe und die Tierärzte können sich vielleicht das ein oder andere abschauen. Das Kastrieren und die Verhinderung von zukünftigem Tierleid hat natürlich immer oberste Priorität, aber das Syra durch dieses Projekt auch unter ihren Kollegen Interesse erweckt und so die Problematik der unkontrollierten Vermehrung in immer mehr Köpfen ist und das Bewußtsein dafür verschärft wird, ist auch einfach großartig! Wir denken, so kann es weitergehen :o) Auch hier nochmal ein riesiges Dankeschön an den ETN, ohne den das ganze Projekt nicht möglich wäre!!!