News News
© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
ETN-Kastrationskampagne 2015 / 2016
Schon seit Beginn ihrer Tierschutzarbeit war für Andrea das wichtigste so viele Tiere wie möglich zu kastrieren. Natürlich ist es toll, einigen Hunden ein neues Leben in Deutschland ermöglichen zu können, aber jede Vermittlung ist ja eigentlich nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“.   Für jeden vermittelten Hund „rücken“ im Zweifel wieder zwei (oder mehr) nach – und dieser „Nachschub“ muss einfach gestoppt werden. In den vergangenen Jahren hat Andrea für den ETN e.V. auf Gran Canaria große Kastrationskampagnen organisiert. Dank des ETN konnten so z.B. im vergangenen Jahr über 1000 Tiere in drei Wochen kastriert werden. Ein toller Erfolg und eine sehr große Hilfe gegen das Tierelend auf der Insel! Aber was geschieht in den übrigen 49 Wochen?   Die von Arycan nach Deutschland vermittelten Tiere wurden selbstverständlich nur kastriert abgegeben. Auch die Hunde der Amigos de Lourdes wurden kastriert, einige kleinere Katzenkolonien konnten in den vergangenen Jahren auch neben den großen Kampagnen kastriert werden – besser als nichts, aber dennoch gibt es viel zu viele unkastrierte Tiere auf der Insel. So ist z.B. nicht jeder bereit, bei der Adoption eines Hundes oder einer Katze aus der Albergue Banaderos einen Aufpreis zu zahlen – viele Hunde verlassen so die Auffangstation unkastriert. Selbst wenn die Besitzer sich noch so kümmern würden – wir alle können uns vorstellen, wie schwer es ist einen unkastrierten Rüden von einer läufigen Hündin wegzuhalten? Das finanzielle Budget der Auffangstation hat leider keinen Spielraum um flächendeckende Kastrationen zu ermöglichen – und auch für Arycan mit seinen „überschaubaren“ Mitgliedern und Unterstützern wäre das ein Ding der Unmöglichkeit. Dazu kam, dass die Kastrationskampagnen nicht uneingeschränkt auf Gegenliebe gestoßen sind. Es gab Gegner, die argumentierten, dass diese Aktion den einheimischen Tierärzten schaden, quasi „die Arbeit wegnehmen“ – würden. Aber sind Probleme nicht dazu da, dass man Lösungen findet? Warum nicht einfach einheimische Tierärzte ins Boot holen?   Warum denn nicht einfach durchgehend statt nur drei Wochen im Jahr kastrieren? Ok, „einfach“ ist hier vielleicht nicht die richtige Vokabel – einfach war es nicht, aber all die viele Arbeit hat sich gelohnt:
Mit den Gedanken an einheimische Tierärzte und quasi eine „ständige Kastrationsaktion“ im Kopf, hat Andrea gemeinsam mit dem ETN e.V. ein Projekt ausgearbeitet, dass es Arycan möglich macht, eine Tierärztin anzustellen, die das ganze Jahr über herrenlose Tiere kastriert. Das Großartigste daran ist, dass damit in Zukunft  gewährleistet werden kann, dass auch alle Tiere, die vor Ort in der Albergue vermittelt werden, nur noch kastriert abgegeben werden, weil das Tierheim selbst nur noch einen kleinen Teil der Kosten (z.B. Material) für die Hunde übernehmen muss. So wird sichergestellt, dass in Zukunft keine Nachkommen der vermittelten Tiere wieder dort landen!  Für die Kastration der freilebenden Katzen werden wir uns um Spenden zur Finanzierung der Materialkosten bemühen! Das ist ein richtig großer Meilenstein in der Verhinderung von neuem Tierleid!!! Dank der großartigen Unterstützung des ETN e.V. kann in Zukunft sehr viel Tierleid auf der Insel verhindert werden – hoffentlich sehr viel mehr als in einer dreiwöchigen Kampagne! An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit der Direktorin der Albergue Banaderos bedanken. Da das gemeinsame Kastrationsprojekt von  ETN e.V. und Arycan einiges an Vorarbeit und Organisation brauchte, kann Syra erst zum 01.01.2016 als Angestellte des Vereins beschäftigt werden (es mussten z.B. noch rechtliche Dinge geklärt werden, weil Arycan ja ein relativ kleiner Verein ist, der zwar jährlich seine Jahresabschlüsse beim Finanzamt ordnungsgemäß eingereicht hat und wo auch nie etwas bemängelt wurde, aber es gab noch nie Mitarbeiter… und deswegen z.B. auch kein Konto bei der Rentenversicherung oder Krankenkasse). Aber all das ist nur „Verwaltungskram“ – der zwar Andrea mächtig in Schach gehalten hat, aber von dem Syra sich nicht hat aufhalten lassen :o) Schon seit Oktober 2015 kastriert sie daher zunächst auf freiberuflicher Basis. Diese kleine Hündin wird z.B. keine Nachkommen mehr in die Welt setzen:
Neben vielen Hunde konnte natürlich auch schon einige Katzen kastriert werden, an dieser Stelle einfach mal einige beispielhafte Fotos, auf denen Syra´s Arbeit deutlich wird!
Dezember 2015