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© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
Teneriffa - 1. Schritte
FÖRDERVEREIN ARYCAN Gran Canaria e.V.
Da das Kastrationsprojekt auf Gran Canaria so erfolgreich läuft, hat Andrea mit dem ETN überlegt, dass man auch auf den anderen kanarischen Inseln in dieser Hinsicht vielleicht mehr erreichen könnte. Der ETN hat seine Unterstützung zugesagt und Andrea wird als ETN-Beauftragte mit den Behörden verhandeln können. Im Herbst 2017 war sie zum ersten Mal als „ETN-Koordinatorin“ auf Teneriffa und hat sich dort mit einigen Tierschützern getroffen.
In den folgenden Monaten standen jede Menge Telefonate und mehrere persönliche Gespräche an und im Mai konnten dann bei einer ersten Besprechung mit der Tierärztekammer die ersten Weichen gelegt werden. Die Tierärztekammer Teneriffa hat –anders als auf Gran Canaria- schlechte Erfahrungen mit massiven Kastrations- kampagnen gemacht und steht diesen daher sehr skeptisch und ablehnend gegenüber. Für die Kastrationsaktionen muss daher nach „kleineren“ Lösungen gesucht werden, bei denen vor allem auch Tierärzte vor Ort einbezogen werden. Es ist noch ein langer Weg… aber der Anfang ist gemacht! ---- Im Juni stand dann ein langer „Gesprächsmarathon“ auf dem Programm! Morgens um Viertel nach drei war die Nacht für Andrea zu Ende. Um 4.30 h ging es in Las Palmas mit Marta und dem Arycan-Mobil los zur ersten Fähre am frühen Morgen nach Teneriffa. Viele andere Passagiere waren nicht an Bord zu so früher Stunde.
Gleich nach der Ankunft im Hafen von Santa Cruz mussten sich die beiden schon beeilen um rechtzeitig um 09.00h pünktlich zu ihrem ersten Termin an diesem Tag zu kommen. Eine Besprechung und ein Rundgang bei einer der Universität angeschlossenen Gesellschaft mit einer Art „Forschungs- gruppe“, die sich auch in Sachen Tierschutz mehr engagieren möchten und ein hochmodernes Labor zur Verfügung haben. An diesem Vortrag nahm auch die Präsidentin der Föderation FECAPAP teil  – sie hatte Andrea ja auch dazu eingeladen.
Gleich danach gab´s ein Treffen mit den Vertretern der Gemeinde Santa Cruz im Rathaus. Die Behörde dort ist grundsätzlich bereit, Gelder für die Kastration von Katzenkolonien auszugeben. Allerdings muss noch ein Weg gefunden werden, der für alle Seiten praktikabel und durchführbar ist. Massive Aktionen scheiden ja aufgrund der negativen Erfahrungen der Tierärztekammer aus, aber es wird sich sicher eine Lösung finden um den Straßen- katzen zu helfen! Wichtig ist jedoch nur, dass ein Schritt nach dem anderen gemacht unternommen wird. Zwei wichtige Aufgaben hat die Gemeinde bereits erledigt. Die Stadtverordnung wurde bereits geändert, damit registrierte Katzenkoloniene gefüttert und nicht mehr von der Gemeinde „entsorgt“ werden dürfen. Und die Gemeinde von Santa Cruz stellt einen Betrag für Katzen- kastrationen in Aussicht. Nach dem Gespräch im Rathaus standen dann am Nachmittag noch einige Treffen und Besprechungen mit verschiedenen Tierschützern auf Teneriffa an. Alle haben verschiedene Ideen, die man aber vielleicht erst einmal koordinieren muss. Aber grundsätzlich gibt es jede Menge Potential, um auch die Kastrationen auf Teneriffa ähnlich in „Gang“ zu bekommen wie auf Gran Canaria. Der Wille ist jedenfalls bei vielen Beteiligten vorhanden! Und auch wenn die Verhandlungen noch Zeit in Anspruch nehmen – ein Anfang ist gemacht! Als nächstes zwingend abzuarbeiten ist die Registrierung der Kolonien, bevor überhaupt eine Kastrationsaktion gestartet werden sollte. Denn eine Kolonie ohne Registrierung hat keine „Daseinberechtigung“ – nur Kolonien, die bei der Gemeinde registriert sind, sind damit genehmigt, dürfen gefüttert werden und niemand der Anwohner kann ihre „Beseitigung“ mehr verlangen! Wird eine nicht registrierte Kolonie eingefangen, kastriert und wieder freigelassen, ändert das nicht an ihrem „Status“. Für einen Bürger der Gemeinde, den die Anwesenheit der Tiere stört, gibt es dann immer noch die Möglichkeit, diese „Plage“ bei der Stadt anzuzeigen und darauf zu bestehen, dass die Tiere „beseitigt“ werden… wie auch immer, aber sie müssen dann dort weg :o(   Im Zweifel werden dann kurz zuvor kastrierte Tiere eingeschläfert… das kann nicht der Sinn dieser Tierschutzarbeit sein! Registrierte Kolonien besitzen eine Genehmigung und dürfen auf jeden Fall vor Ort bleiben! Nach einem langen Tag und vielen Gesprächen ging es erst abends gegen 20.00h zurück auf die Fähre nach Gran Canaria, wo Marta und Andrea dann kurz vor Mitternacht todmüde ins Bett gefallen sind :o)
(Juni 2018)