Albergue Bañaderos
Folgt man diesen Angaben, ergibt sich daraus, dass pro Jahr etwa 10.000 Haustiere llein auf Gran Canaria ausgesetzt oder abgegeben werden. Eine Lösung dieses Problems kann nur durch eine Bewusstseinsänderung vor Ort und vor allem durch Kastrationskampagnen erreicht werden.
Die von Arycan vermittelten Hunde stammen fast ausschließlich aus der Albergue Bañaderos de Insular Gran Canaria. Die Albergue Banãderos ist die größte Auffangstation auf der Insel. Hier landen - mit Ausnahme der Gemeinden Agüimes und Mogan - alle Tiere, die auf Gran Canaria eingefangen oder abgegeben werden. 19 Gemeinden bringen ihre Tiere dorthin. Zwischen 4.300 und 4.500 Hunde und Katzen, meistens jedoch Hunde, werden jährlich eingeliefert. Pro Tag können das schon einmal 25 oder 30 Tiere sein.
Allerdings bedeutet das nicht, dass alle auf dieser Insel ausgesetzten Tiere in der Albergue landen. Es gibt Schätzungen, nach denen ca. 50 % der herrenlosen Tiere dort abgegeben werden. Die anderen 50 % warten zum Teil bei privaten Initiativen auf eine Vermittlung. Viele andere aber sterben durch Krankheiten oder an Hunger und Durst.
Lediglich die Räumlichkeiten des Tierheims zu erweitern, wäre ein “Fass ohne Boden”, weil auch diese Möglichkeiten zur Unterbringung immer wieder schnell erschöpft sein würden. Und es geht ja auch nicht nur um den Platz, sondern auch darum, die Tiere angemessen zu versorgen. Bei einer Lebensdauer von nur 5 Jahren pro Hund, käme man bei ca. 4.500 Neuzugängen pro Jahr schnell auf über 20.000 Hunde, die dauerhaft VERNÜNFTIG untergebracht und versorgt werden müssten. 
Auch die Direktorin des Tierheims selbst wünscht sich, sie hätte nur die geringste Chance für alle Tiere, ein Zuhause in kurzer Zeit zu finden - Aber leider ist das unmöglich. Um die Chancen zu erhöhen, dass wenigstens einige Tiere wieder auf der Insel adoptiert werden, gibt es bereits die folgenden Internet- Auftritte der Albergue:
Da auch die Direktorin des Tierheims unsere Ansicht teilt, dass Kastrationskampagnen für die Aufklärung wichtig sind, untertützt sie unsere Arbeit sehr. Unterricht von Schulklassen, bei dem über Verantwortung, Liebe und Respekt gegenüber den Tieren gesprochen wird, damit künftige Generationen nicht so grausam und unverantwortlich mit ihnen umgehen, wie es heute leider noch vielfach der Fall ist, wird in der Albergue gerne gesehen:
Leider werden all diese Aktionen und Maßnahmen nur sehr langsam und langfritig etwas verändern. Die traurige Realität bleibt daher, dass leider auch ein großer Teil der eingelieferten Hunde eingeschläfert werden muss. Die vom Gesetz festgesetzte Wartefrist für die Euthanasie beträgt nur 21 Tage. Wird in dieser Zeit kein Besitzer oder Adoptant gefunden, darf der Hund getötet werden. Wird ein Hund vom Besitzer selbst abgegeben, gilt diese Frist nicht, theoretisch könnten die Hunde sofort eingeschläfert werden. Die ehemaligen Besitzer müssen ein Schreiben unterzeichnen, indem sie bestätigen, dass sie mit der sofortigen Euthanasie einverstanden sind. Wenn es sich um gesunde, vermittelbare Hunde handelt, ist es aber in der Regel so, dass auch diese in der Albergue Banaderos die gleiche Chance auf eine Vermittlung bekommen wie die Fundhunde. Grundsätzlich ist es aber wirklich so, dass Hunde, die vom Besitzer selbst abgegeben werden, sofort getötet werden dürfen – dürfen, nicht werden! Morgens werden die meisten Hunde von den Gemeinden gebracht und dann für kurze Zeit an dieser langen Wand angekettet, bevor sie registriert und tierärztlich versorgt werden.    
So grausam diese Tötungen von vielfach gesunden und jungen Hunden auch sind, in diesem Tierheim werden die Tiere zumindest so schmerzfrei wie möglich eingeschläfert. Das Tierheim verfügt über eine tierärztliche Praxis, in der ausgebildete Tierärzte die Tiere erst betäuben und dann einschläfern – und wir sind sicher, dass auch sie ihren „Job“ an diesen Tagen hassen… Wir wünschen uns alle, dass dies verhindert werden könnte, aber es sind einfach zu viele Hunde und Katzen, die auf der Insel nur geboren werden, um nach kurzer Zeit entsorgt zu werden. Aber trotz dieser traurigen Situation dürfen wir den Kopf nicht hängen lassen und müssen versuchen, langfristig etwas zu ändern.
Und die langfristige Lösung kann immer wieder nur sein, den Kindern Respekt für alle Lebewesen zu lehren und die unkontrollierte Vermehrung der Tiere so gut es geht von Anfang an zu verhindern.
© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
FÖRDERVEREIN ARYCAN Gran Canaria e.V.
Sie bekommen eine Nummerierung und werden nach Geschlecht, Rasse und Größe den Zwingern zugeordnet. Dort dürfen sie mindestens 21 Tage bleiben. Aber ebenso wie die mögliche sofortige Tötung von Abgabehunden wird auch diese Frist  vielfach auch von den Pflegern und Tierärzten „verlängert“ wird, wenn genug Platz ist und es sich um verträgliche, gesunde Hunde handelt… Viele Hunde werden aber auch auf der Insel vermittelt – leider nicht alle… Aber bis ihre Frist abläuft, haben die Tiere in diesem Tierhein wenigstens immer genug zu fressen, zu trinken, die Zwinger werden regelmäßig gereinigt und sie werden so gut es geht medizinisch versorgt.
Ergänzung vom Juli 2015
Immer wieder werden Tieren in einem fürchterlichen Zustand in die Albergue Banaderos eingeliefert :o(
Sie wurden von ihren Besitzern misshandelt, gequält oder „bestenfalls“ auch nur vernachlässigt… manchmal wurden sie sogar beschlagnahmt. Oft sind sie schwer verletzt, voll Parasiten, das Fell verfilzt, abgemagert… die grausigen Bilder möchten wir Euch ersparen. Was wir jedoch einmal loswerden wollen, ist unsere Hochachtung vor den vielen freiwilligen Helfern, den Tierärzten und Pflegern und auch vor der Direktorin der Auffangstation, die so vieles tun um den Tieren zu helfen!
Dass die Tiere medizinisch versorgt werden, vielleicht zum ersten Mal ein wenig Fürsorge erfahren, dass Besitzer angezeigt und zur Rechenschaft gezogen werden, das und mehr ist ihr Verdienst! Auch wenn es immer mal wieder Tierschützer gibt, die nicht mit allem einverstanden sind, was dort geschieht, sollte man dieses Engagement doch würdigen! Niemand kann es Allen Recht machen – schon gar nicht im Tierschutz! Und sicher gibt es immer Verbesserungsvorschläge, aber man muss auch jemanden haben, der die Ideen umsetzen kann! Der laufende Betrieb einer solchen Auffangstation allein ist schon mit sehr viel Aufwand verbunden… Reden ist immer einfach – handeln und mit anpacken tun leider die wenigsten… Die Tiere in der Albergue Banaderos werden nicht – wie so oft in südlichen Perreras – einfach nur „gestapelt“ und sich selbst überlassen… sie werden medizinisch versorgt, bekommen genügend Futter und Wasser und ihre Zwinger werden auch regelmäßig gereinigt… Dass Hunde eingeschläfert werden (müssen), ist ohne Frage sehr sehr traurig :o(  Aber sofern es einen Trost geben kann, werden die Tiere, die in der Albergue Banaderos landen, zumindest auf humane Art eingeschläfert – so wie jedes unserer Haustiere auch, wenn es den Weg über die Regenbogenbrücke antreten muss… Wir wissen, dass es leider einige Petitionen gibt, die ein völlig anderes Bild der Auffangstation verbreiten – aber wir waren fast alle selbst schon mehrfach dort… wir konnten uns ein Bild machen und finden, dass die Arbeit der Verantwortlichen und der vielen Helfer beachtlich ist! Wer Fragen hierzu hat, kann sich gerne bei uns melden!