News News
© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
Dorn
Dorn wurde in einem fürchterlichen Zustand in die Auffangstation eingeliefert. Was genau mit diesem kleinen Kerl passiert ist, wollen wir wahrscheinlich alle gar nicht so genau wissen…
Fest steht nur, dass er bevor er in der Auffangstation abgegeben wurde, lange gelitten haben muss- die Bilder sagen wahrscheinlich mehr als viele Worte… :o(
Der arme Kerl war übersät mit Stachel, Wunden und Entzündungen – und fürchterlichen Hunger hatte er auch!
Zum Glück war Andrea da als er gebracht wurde. Sie hat sich dem kleinen Kerl sofort angenommen und erst einmal notdürftig versorgt. Solche großen Stachel stecken in seinem Fell und seiner Haut :o(
Die verfilzten „Fellteile“, die er noch hatte, wurden weggeschnitten. Die Stacheln so gut es ging entfernt…
Er war so lieb und hat die ganze Prozedur so tapfer über sich ergehen lassen. Nachdem er sich ein wenig ausruhen durfte, standen mehrere Termine in der Uniklinik an. Die Augenärztin stellte ein Geschwür am Auge fest, dass aber mit Medikamenten behandelbar war.
Die Kardiologin gab Entwarnung wegen Filaria, diagnostizierte aber eine schlimme Lungenentzündung, die er aber auch gut überstanden hat. Am schlimmsten hat es seine Haut getroffen. Neben den vielen Wunden stellte die Dermatologin einen schlimmen, leider auch ansteckenden Hautpilz fest. Dessen Behandlung mit täglichen Bädern und Salben zog sich über Wochen hin.
Aber die Behandlungen zeigten schnell Erfolge!
Sein Fell wuchs langsam wieder nach und der kleine Mann wurde immer fröhlicher!
Leider entdeckte Andrea nach einiger Zeit bei ihm einen „Knubbel“. Und für alle war es schon ein kleiner Schock, was hinter diesem „Knubbel“ steckte…
Dieser Dorn hatte sich senkrecht in seine Wirbelsäule gebohrt :o( Der kleine muss echt Schmerzen gehabt haben und trotzdem war er immer so gut gelaunt. Aber auch diese OP hat der kleine Kerl gut überstanden.
Es ging ihm einige Zeit gut, er hatte Spass am Leben und ließ sich gerne verwöhnen…
Leider wurden seine Beschwerden beim Atmen aber nicht mehr besser – im Gegenteil… er bekam immer schlechter Luft. In der Uniklinik wurden noch verschiedene Untersuchungen durchgeführt, seine Luftröhre wurde u. a. gespült um ihm Erleichterung zu verschaffen…. aber keins der Medikamente, die er bekommen hat und keine Therapie hat angeschlagen. Zum Schluß half ihm nicht einmal mehr hochdosiertes Cortison… und sein Blick sagte auch, dass er irgendwie den Lebenswillen verloren hatte…
Manchmal ist das Einzige, was man noch tun kann, ihn in Würde gehen zu lassen… Kleiner Dorn, wir werden Dich nie vergessen!