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Ein ganz normaler Flughafentag
© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
Schon einige Tage vor dem Flug müssen die Traces-Papiere beantragt werden. Jeder Antrag – und später dann auch die Original-Papiere – enthält die Daten des Impfpasses, die Daten des „Senders“, die Daten des Empfängers und die Flugdaten. Alles muss abgeglichen werden, mehrfach kopiert und in Ordnern abgelegt werden, damit man zu jeder Zeit alles nachvollziehen kann.
Mit ihrer Unterschrift auf den Traces-Anträgen übernimmt Andrea bis zum Schluss sämtliche Verantwortung für die Tiere, die transportiert werden. Das sichert die Flugpaten ab, die sich so keine Sorgen machen muss, für irgendwelche Probleme am Zoll verantwortlich gemacht zu werden. Natürlich gibt es neben den Traces-Papieren auch noch anderen „Verwaltungskram“ zu erledigen…
Wenn alle Traces-Formalitäten erledigt sind, steht einer rechtlich einwandfreien „Beförderung“ der Hunde mit Flugpaten nichts mehr im Weg.
Die Buchführung des Vereins muss in Ordnung sein, Zahlungsverkehr, Bestellungen, etc… oder auch die An- und Ummeldungen im Register „Zoocan“, in dem in Spanien alle Tiere mit Chip registriert sind… ziemlich viel Papierkram – und Molly hilft nicht immer ;o)
Am Flugtag selbst heißt es für Andrea oft früh aufstehen.
Viele Flieger gehen vormittags Richtung Deutschland – an unserem „Beispieltag“ war die Abflugzeit 10.45h… was bedeutet Check-in um 8.45h. Die Fahrzeit vom Tierheim zum Flughafen beträgt eine gute halbe Stunde – mit ein wenig „Luft“ für Stau oder ähnliches kalkuliert Andrea lieber 45 min. ein. Sie muss also spätestens um 8.00h morgens im Tierheim abfahrbereit sein. Also Hunde aus dem Zwinger holen, kurz Gassigehen, in die Boxen laden… je nachdem wie aufgeregt die Hunde sind, muss man da auch mit einer Stunde minimum rechnen  – nicht alle machen ja auf Kommando Pippi ;o) Dann noch die Fahrzeit von Zuhause in die Albergue – morgens um kurz nach sechs muss sie spätestens los…
Im Tierheim angekommen, erst einmal Halsbänder und Leinen für die „Flughunde“ aussuchen und die Boxen ins Auto laden…
… dann die ersten Kandidaten aus dem Zwinger holen.
Gassi vorm dem langen Flug muss einfach sein!
Nachdem alle Geschäfte erledigt sind, kann es losgehen Richtung Flughafen!  Dort warten dann die Flugpaten am ausgemachten Treffpunkt.
Diesmal kam auch noch Lotty, da Minou ebenfalls fliegen durfte und zuvor bei ihr zur Pflege war :o) Andrea begleitet die Flugpaten zum Check-in, wo die Boxen dann ihre Label bekommen. Fertig eingecheckt werden die Flugpaten mit den Hunden von Andrea und Lotty zur Zollkontrolle begleitet. 
Dort müssen die Tiere die Box noch einmal verlassen, die Boxen werden durchleuchtet, die beiden müssen mit Hunden und Katze durch die Sicherheitskontrolle und danach werden die Tiere zum Flugzeug gebracht, die Flugpaten machen sich auf zum Gate und Andrea kann den Heimweg antreten. Nach ca. fünf Stunden ist Andrea wieder zuhause – wo sie sich im Zweifel wieder an den Schreibtisch setzt oder mit Molly Gassi geht, bevor es entweder ins Tierheim oder zur „normalen“ Arbeit geht :o) Für die Flugpaten beginnt die eigentliche „Arbeit“ erst nach dem Flug. Warten am Sperrgepäckschalter bis die Tiere kommen…
Diesmal war Steffi diejenige, die nicht nur ihre Minou in Empfang genommen hat, sondern sich am Flughafen auch um die Adoptanten gekümmert hat.
Die Flugpaten übergeben Hunde und Papiere an den Arycan-Flughafendienst und haben damit eine Riesenhilfe für die Tiere geleistet!
Oft übernimmt dann der Flughafendienst in Deutschland noch den „Shuttledienst“ ins Hundezuhause für die Fellnasen, die erstmal dort Station machen! So zwei, drei Stunden kommen da auch oft ohne weiteres zusammen. Danke an alle, die oft sehr viel Freizeit opfern, damit die Hunde in ein neues Leben starten können – allen voran Andrea und die anderen Helfer auf der Insel, die zwischendurch mal einen Flughafendienst übernehmen, denn die Hauptarbeit fällt wirklich auf Gran Canaria an. Aber auch an Riesendankeschön an Dirk, Bettina und Co., die die Flughafenbetreuung in Deutschland und auch so manchen Fahrdienst übernehmen. Und nicht zuletzt ein RIESENDANKESCHÖN an alle Flugpaten – ohne die die ganze Arbeit zwecklos wäre ;o)
… und dann ab durch den Zoll und auf die Suche nach dem Flughafendienst in Deutschland gemacht.
FÖRDERVEREIN ARYCAN Gran Canaria e.V.