News News
© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
Filaria
FÖRDERVEREIN ARYCAN Gran Canaria e.V.
Immer wieder berichten wir davon, dass ein Arycan-Hund filaria-positiv ist und - bevor eine Vermittlung in Frage kommt – behandelt werden muss. Doch was ist überhaupt „Filaria“? Vorab: Keiner von uns hat Tiermedizin studiert, wir bitten daher um Verständnis, dass wir keine wissenschaftliche Abhandlung veröffentlichen, sondern nur versuchen wollen, mit einfachen Worten ein paar Fakten zu vermitteln. Hinter der umgangssprachlichen Bezeichnung Filaria verbirgt sich Dirfilariose – die Herzwurmkrankheit. Ursache für die Herzwurmkrankheit ist eine Infizierung mit Parasiten – Nematoden, also Fadenwürmern, die vor allem in der Lunge und den angrenzenden Blutgefässen leben. Eine Infizierung kann NICHT von Hund zu Hund erfolgen, sondern nur durch verschiedene Stechmückenarten. Auch eine Übertragung der Parasiten vom Hund direkt auf den Menschen ist NICHT möglich. Das tückische an dieser Krankheit ist, dass zunächst kaum Krankheitssymptome zu beobachten sind und wenn, dass die Symptome relativ unspezifisch sind. Da es meistens keine „äußeren Anzeichen“ für einen Befall gibt, werden alle Hunde, die Arycan in die Vermittlung nimmt, vorab auf Filaria getestet. Positiv getestete Hunde werden dann behandelt. Natürlich gibt es – wie fast immer - verschiedene Therapien, die vom Tierarzt für den jeweiligen Hund ausgewählt werden können. Die häufigste Behandlungsmethode ist aber immer noch, die Injektion von Immiticide an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Dieses Mittel bewirkt, dass die „erwachsenen“ Filarien absterben. Unsere Hunde  werden in der Uniklinik von der Filaria-Fachtierärztin  Dr, Elena Carretón behandelt. Vor der Immiticide-Behandlung bekommen die Hunde mindestens einen Monat Doxicicline. Nach der Behandlung erhalten wir für jeden Hund einen ausführlichen  Behandlungsbericht von der Tierärztin der Uniklinik. Wenn keine Komplikationen auftreten, ist der Hund im Anschluss an die Behandlung geheilt! Was aber leider nicht bedeutet, dass er sich nicht erneut anstecken könnte :o( Es gibt jedoch auch Mittel, die prophylaktisch gegen Herzwürmer verabreicht werden können. Die behandelten und negativ getesteten Hunde bekommen monatlich ein entsprechendes Anti-Parasitikum (dafür werden z.B. auch zum Teil die Patengelder verwandt). Ein sehr informativer Aufsatz zu Filaria und deren Behandlung findet sich auf der Internet-Seite der LMU München: http://www.tierkardiologie.lmu.de/pta/herzwurm.html Und nicht vergessen: Der richtige Ansprechpartner bei Gesundheitsfragen ist immer der Tierarzt! Auch Cora hatte Herzwürmer. Sie hat die Behandlung gut überstanden und genießt nun schon seit über einem Jahr ihr Leben in der Eifel (auch wenn sie ab und zu mit ins Büro muss) :o)